Toyota besiegt den Fluch - Völlig irres LMP2-Finish

Toyota besiegt den Fluch - Völlig irres LMP2-Finish Foto: Motorsport Images
Endlich hat es der Toyota #7 geschafft! Bei der 89. Auflage der 24 Stunden von Le Mans holten Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose-Maria Lopez im Toyota #7 endlich den Gesamtsieg, der ihnen schon zweimal geraubt worden war. Sie gewannen mit einer Runde Vorsprung auf das Schwesterfahrzeug #8 von Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley.

Die beiden Toyotas kämpften lange um die Führung, aber die #7 war immer ein kleines Stückchen schneller. Die Entscheidung fiel am Sonntagmorgen, als zuerst die #8 Probleme mit der Benzinversorgung entwickelte.

Die Stints mussten gekürzt werden, wodurch die #7 eine Runde Vorsprung gewann. Kurze Zeit später erwischte es auch die #7, aber da hatte man bei der #8 schon eine Lösung gefunden, die die #7 nur übernehmen musste.

Platz drei ging an den Alpine #36 (Negrao/Lapierre/Vaxiviere). Der LMP1-"Altwagen" war dritte Kraft im Rennen. Da änderte auch ein Abflug von Matthieu Vaxiviere bei Nacht nichts, der zwei Runden kostete. Alpine erkämpfte sich Platz drei von Glickenhaus zurück, die beim Le-Mans-Debüt beide 007 LMH auf den Plätzen vier und fünf in Ziel brachten.

Die In der LMP2 gab es ein Drama, das sogar Toyota 2016 in den Schatten stellt. In der allerletzten Runde blieb der lange führende WRT-Oreca #41 (Kubica/Deletraz/Ye) noch später stehen als der Toyota #8 anno 2016. Den Sieg erbte das Schwesterfahrzeug #31 von Robin Frijns, Ferndinand Habsburg und Charles Milesi mit lediglich 1,2 Sekunden Vorsprung auf den Jota-Oreca #28 von von Sean Gelael, Stoffel Vandoorne und Tom Blomqvist.

AF Corse setzte sich in einem langen Abnutzungskampf gegen Corvette Racing in der GTE Pro durch: Alessandro Pier Guidi, James Calado und Come Ledogar triumphierten im Ferrari #51 vor der Corvette #63 von Antonio Garcia, Jordan Taylor und Nick Catsburg. Platz drei ging an den Porsche #92 (Estre/Jani/Christensen), der durch die Safety-Cars den Anschluss verlor.

Auch in der GTE Am gab es einen Ferrari-Sieg. Francois Perrodo, Nicklas Nielsen und Alessio Rovera holten im AF-Corse-Ferrari #83 den Sieg. Auch sie setzten sich in einem stundenlangen Kampf gegen den TF-Sport-Aston-Martin #33 (Keating/Pereira/Fraga) durch. Platz drei ging an den Iron-Lynx-Ferrari #80 (Ilott/Cressoni/Mastrondardi).

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