Corvette-Triumph im Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Red Bull Ring

Jeffrey Schmidt und Marvin Kirchhöfer holen ersten Saisonsieg

Corvette-Triumph im Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Red Bull Ring Foto: ADAC Motorsport
Jubiläumserfolg für Corvette in einem spektakulären und bis zur letzten Runde spannenden Rennen auf dem Red Bull Ring: Jeffrey Schmidt (27/CH) und Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren im spannenden Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft nicht nur zu ihrem ersten Saisonsieg, sie holten auch den zehnten Triumph für den US-Sportwagen auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging mit weniger als einer Sekunde Rückstand an die Pole-Setter Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Dennis Marschall (24/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece) im besten Audi. Die BMW-Piloten Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport) sorgten als Dritte für viel Abwechslung auf dem Podium. „Ein toller Erfolg. Wir hatten sehr schnelle Jungs hinter uns, da durfte man sich keinen Fehler erlauben”, freute sich Sieger Schmidt. „Wir mussten alles geben.“

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonrennen 4 von 14
Streckenlänge: 4.318 Meter
Wetter: 24 Grad, sonnig
Pole-Position: Dennis Marschall (Rutronik Racing by Tece, Audi R8 LMS), 1.28,842 Min.
Sieger: Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R)
Schnellste Rennrunde: Dries Vanthoor (Team WRT, Audi R8 LMS), 1.29,679 Min.

Corvette schon in erster Runde vorn
Das Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring begann spektakulär: Während an der Spitze Marvin Kirchhöfer mit seiner Corvette an Pole-Setter Dennis Marschall vorbeiging und die Führung übernahm, rutschte Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (35/Monte Carlo, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) nach einer unverschuldeten Kollision ausgangs der ersten Kurve in die Leitplanken. Die Folge des Unfalls, den Engel unversehrt überstand: eine rund 45-minütige Rennunterbrechung zur Bergung des Autos und Reparatur der Streckenbegrenzung. Nach dem Restart blieben Kirchhöfer und Partner Jeffrey Schmidt, der zur Rennmitte die Corvette übernahm, bis ins Ziel vorn. Während der gesamten Renndistanz stand das führende Corvette-Duo unter dem Druck des zweitplatzierten Audi, der nie mehr als 1,5 Sekunden zurücklag. Am Ende betrug der Vorsprung von Kirchhöfer/Schmidt 0,842 Sekunden auf Dennis Marschall und Kim-Luis Schramm, die mit Rang zwei das bisher beste Ergebnis von Audi im ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring einfuhren. Das Audi-Duo gewann damit wie am Vortag die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer.

In einer spannenden Schlussphase nach einer späten Safety-Car-Phase setzten sich die BMW-Piloten Nick Yelloly und Jesse Krohn erst in der vorletzten Runde im Kampf um Rang drei durch. Platz vier holten sich im letzten Umlauf die Lamborghini-Werkspiloten und Tabellenzweiten Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, beide GRT Grasser Racing Team) von ihren Teamkollegen Rolf Ineichen (42/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team), die Fünfte wurden. Ineichen feierte seinen zweiten Sieg des Wochenendes in der Pirelli-Trophy-Wertung.

Die Samstagssieger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) verteidigten als Sechste mit ihrem Porsche 911 GT3 R die Tabellenführung, ihr Punktepolster beträgt nach vier von 14 Rennen 16 Zähler. Nach einer starken Aufholjagd von Startplatz 18 kamen die Audi-Piloten Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) noch auf Rang sieben, dahinter folgten als Achte Igor Waliłko (23/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) im besten Mercedes-AMG GT3 Evo vor David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik) im Porsche sowie den zehntplatzierten Markenkollegen Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR).

Stimmen der Sieger
Marvin Kirchhöfer: „Wir konnten im Qualifying einen guten Grundstein für den hier sehr entscheidenden Start legen. Das Rennen war echt fordernd für uns beide. Jeffrey hat die zweite Hälfte des Rennens sehr gut gemanagt, es war nicht so einfach, wie es von außen aussah. Die Pace der ersten drei war sehr identisch, aber wir konnten bei den Restarts einen Vorsprung herausfahren und die Position gut halten. Die Corvette funktioniert wirklich gut auf dem Red Bull Ring und wir freuen uns sehr über das erfolgreiche Wochenende.“

Jeffrey Schmidt: „Hier zu gewinnen ist sehr schwer, wir konnten uns keine Fehler erlauben. Wir haben alles gegeben und sind sehr froh über den Sieg. Am Start konnten wir uns gut aus dem Chaos raushalten und nach den Restarts sind wir gut weggekommen. Ich freue mich schon auf Zandvoort.“

Red Bull Ring Spielberg - Das 4.Rennen

Das vierte Rennen
Das vierte Rennen
Das vierte Rennen
Das vierte Rennen
Das vierte Rennen

Ammermüller und Jaminet gewinnen das 3.Rennen

ADAC GT Masters Spielberg Sieger
ADAC GT Masters Spielberg Sieger
ADAC GT Masters Spielberg Sieger
ADAC GT Masters Spielberg Sieger
ADAC GT Masters Spielberg Sieger

Porsche-Duo Ammermüller/Jaminet gewinnt Red-Bull-Ring-Spektakel

SSR-Piloten bauen mit Triumph auf dem Red Bull Ring Tabellenführung aus

Porsche-Duo Ammermüller/Jaminet gewinnt Red-Bull-Ring-Spektakel Foto: ADAC Motorsport
Spannung von Start bis Ziel: In einem von zahlreichen Überholmanövern und spektakulären Zweikämpfen geprägten Samstagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Red Bull Ring holten sich Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) ihren zweiten Saisonsieg. Platz zwei ging an Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, GRT Grasser Racing Team), das Podium komplettierten die Corvette-Fahrer Jeffrey Schmidt (27/CH) und Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, beide Callaway Competition). „Ein wirklich unglaubliches Rennen”, freute sich Sieger Ammermüller. „Am zweiten Saisonwochenende bereits den zweiten Sieg zu holen ist wirklich super.“

BMW und Mercedes-AMG führen in erster Rennhälfte

BMW-Pilot Nick Yelloly (29/GB, Schubert Motorsport), der von Rang eins ins Rennen ging, blieb auch beim Start vorn. Bis zur fünften Runde behauptete der Engländer die Spitze, musste dann jedoch in der Boxengasse nach einem Aufhängungsschaden aufgeben. Nun übernahm Mercedes-AMG-Fahrer Raffaele Marciello (26/I, Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) die Führung und baute diese bis zum Boxenstopp auf 3,5 Sekunden auf Verfolger Michael Ammermüller im Porsche aus. Doch als beide an ihre Teamkollegen Maximilian Buhk und Mathieu Jaminet übergeben hatten, lagen die Spitzenreiter in Schlagdistanz. Jaminet ließ sich nicht lange bitten und versuchte sofort, am führenden Mercedes vorbeizugehen. In Runde 22 gelang dies dem Meister von 2018 mit einem spektakulären, über mehrere Kurven gehenden Manöver. Während Buhk danach auch von den Verfolgern unter Druck gesetzt wurde, baute Leader Jaminet Runde für Runde seinen Vorsprung auf über sechs Sekunden aus. Eine späte Safety-Car-Phase um Trümmerteile zu bergen schob das Feld kurz vor Rennende noch einmal zusammen, doch Jaminet blieb vorn und sah als erster die Zielflagge.

Spannend verlief auch der Kampf um Platz zwei. Dieser ging am Ende mit 1,1 Sekunden Rückstand an das Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa. Bortolotti hatte im Qualifying die Bestzeit erobert, musste aber wegen eines Vergehens seines Teamkollegen in Oschersleben von Startplatz sechs ins Rennen gehen. Der Italiener kämpfte sich in der ersten Rennhälfte bis auf Rang vier, ehe Costa Balboa in seinem Stint auf Position zwei vorfuhr und damit dem GRT Grasser Racing Team beim Heimspiel ein Podium schenkte. Ihren ersten Podestplatz der Saison holten als Dritte die Corvette-Fahrer Jeffrey Schmidt und Marvin Kirchhöfer. Kirchhöfer lieferte sich in der Schlussphase einen engen Kampf mit Maximilian Buhk. Er musste diesen zwischenzeitlich auf Anweisung der Rennleitung wegen Missachtens der Streckenbegrenzung wieder vorbeilassen, holte sich den letzten Podiumsplatz aber umgehend wieder zurück. Marciello und Buhk mussten sich am Ende mit Platz vier zufriedengeben.

Neuzugang Dennis Lind (28/DK) und Dries Vanthoor (22/B, beide Team WRT) im bestplatzierten Audi R8 LMS holten sich kurz vor dem Rennende noch Rang fünf vor dem Porsche von David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik). Siebte wurden Rolf Ineichen (42/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team) in einem weiteren Lamborghini des GRT Grasser Racing Team. Ineichen holte damit auch den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Gewinner der Pirelli-Junior-Wertung wurden als Gesamtachte Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Dennis Marschall (24/Eggenstein) in einem Audi von Rutronik Racing by Tece. Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) kamen auf Rang neun ins Ziel, dahinter folgten als Zehnte Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (35/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT), die als 24. ins Rennen gegangen waren.

Stimmen der Sieger

Michael Ammermüller:„Das Team hat einen guten Job gemacht und durch die solide Platzierung im Qualifying mit Platz drei konnte ich gut durch den ersten Stint kommen. Beim Restart nach dem ersten Safety-Car-Einsatz ging es noch mal eng her, aber ich konnte mit dem Auto einen kleinen Vorsprung bis zum Boxenstoppfenster herausfahren. Mathieu hat heute sehr gut performt und wir freuen uns über den Sieg.“

Mathieu Jaminet: „Es war ein spannendes Rennen mit vielen Zweikämpfen. Der Kampf mit Maximilian Buhk war wirklich spektakulär und nah am Limit. Als ich aus Turn 1 kam, konnte ich sehen, wie er aus der Boxengasse kam. Ich wollte ihn auf seiner Outlap nicht in den Rhythmus kommen lassen und habe sofort angegriffen. In Kurve drei bin ich neben ihn gegangen, in Turn 5 war ich dann endlich vorbei. Als am Ende das Safety-Car noch einmal rauskam, war ich natürlich nicht begeistert, aber ich habe dann beim und nach dem Restart noch mal gepusht. Am Ende lief alles gut für uns und wir freuen uns über den Sieg. Das war großartiges Racing heute.”

Mirko Bortolotti gewinnt das Qualifying zum 3.Rennen

ADAC GT Masters Spielberg Qualifying
ADAC GT Masters Spielberg Qualifying
ADAC GT Masters Spielberg Qualifying
ADAC GT Masters Spielberg Qualifying
ADAC GT Masters Spielberg Qualifying
ADAC GT Masters Spielberg Qualifying
ADAC GT Masters Spielberg Qualifying

Deutsche GT-Meisterschaft startet auf dem Red Bull Ring

Willkommen zur Highspeed-Hatz

Deutsche GT-Meisterschaft startet auf dem Red Bull Ring Foto: ADAC Motorsport
Auf in die Alpen! Die Deutsche GT-Meisterschaft bestreitet am kommenden Wochenende (11.–13. Juni) auf dem Red Bull Ring ihren zweiten Saisonlauf und erstmals in diesem Jahr dürfen Fans an der Rennstrecke wieder mitfiebern. Als Tabellenführer des ADAC GT Masters reisen zwei Porsche-Piloten zum schnellsten Kurs im Kalender: Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster)
und Werksfahrer Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance). Dank eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen bis zu 3.000 Fans pro Tag an der Strecke dabei sein. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag live ab 13 Uhr bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne
Registrierung bei TVNOW.de zu sehen.

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonrennen 3 und 4 von 14
Streckenlänge:
4.318 Meter
Layout: 10 Kurven (sieben Rechts-, drei Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2020, Rennen 1: Henric Skoog/Nick Yelloly (Schubert Motorsport, BMW M6 GT3)
Sieger 2020, Rennen 2: Jens Klingmann/Erik Johansson (MRS GT-Racing, BMW M6 GT3)

Die Favoriten
Nach ihrer Pole-Position und ihrem Sieg am Sonntag beim Auftakt in Oschersleben haben Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet in der Gesamtwertung vier Punkte Vorsprung. Der Red Bull Ring favorisiert jedoch die Tabellenzweiten, Vorjahressieger Nick Yelloly (29/GB) und BMW-Werksfahrer-Kollege Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport): Der BMW M6 GT3 gewann drei der vergangenen sechs Rennen in Spielberg. Zu den Siegkandidaten zählt auch die Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition. Der bullige US-Sportwagen hat bereits fünf Mal in Österreich gewonnen. Der dreimalige Red-Bull Ring-Gewinner Marvin Kirchhöfer (27/Luzern) und Partner Jeffrey Schmidt (27/CH) wollen diese Erfolgsbilanz ausbauen.

Die Lokalmatadoren
Gleich sieben Österreicher wollen am kommenden Wochenende vor heimischem Publikum glänzen: Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (22/A, Küs Team Bernhard), Klaus Bachler (29/A, Precote Herberth Motorsport) und Mick Wishofer (21/A, MRS GT-Racing), der führende in der Pirelli-Junior-Wertung, pilotieren einen Porsche 911 GT3 R. Constantin Schöll (22/A) startet in einem Mercedes-AMG der Traditionsmannschaft Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, Clemens Schmid (30/A) für das unweit vom Red Bull Ring ansässige GRT Grasser Racing Team in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo. Ein rein österreichisches Fahrerduo hat Yaco Racing: Simon Reicher (21/A) und Norbert Siedler (38/A) steuern den Audi R8 LMS des Rennstalls, der ebenfalls mit österreichischer Lizenz antritt.

Die Strecke
Der Red Bull Ring mit seinem einzigartigen Alpenpanorama ist eine der beliebtesten Strecken des ADAC GT Masters. Der 4,318 Kilometer lange Kurs ist auch der schnellste im Kalender und favorisiert Fahrzeuge mit einem hohen Topspeed. Am Wochenende wird reichlich packender Motorsport geboten: Neben dem ADAC GT Masters starten auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany sowie der Porsche Carrera Cup Deutschland.

Die Berichterstattung
NITRO berichtet ausführlich vom Red Bull Ring, jeweils ab 13.00 Uhr am Samstag und Sonntag im Free-TV live von der Strecke. Online im Livestream werden die Rennen auf TVNOW.de zu sehen sein. Darüber hinaus die Liveübertragungen der beiden Qualifyings, sowie alle Rennen von ADAC GT4 Germany, ADAC TCR Germany und ADAC Formel 4 im kostenlosen Stream. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich.

Stimmen vor dem Rennwochenende
Nick Yelloly (Schubert Motorsport, BMW M6 GT3): „Nach dem starken Ergebnis im Vorjahr glaube ich, dass wir in diesem Jahr ein noch stärkeres Paket haben werden. Es ist das zweite Jahr im ADAC GT Masters, davon sollten wir profitieren. Das Ziel ist ganz klar, in beiden Rennen von dabei zu sein. In Oschersleben ist uns das schon geglückt. Der Red Bull Ring passt sehr gut zum BMW M6 GT3 und ich fahre dort auch sehr gerne.“

Klaus Bachler (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R): „Die Erwartungen für den Red Bull Ring sind groß. Wir waren in Oschersleben unter bestimmten Bedingungen schon extrem schnell und haben mit Platz sechs auch ein solides Ergebnis eingefahren. Jetzt soll es noch besser laufen. Wenn wir ein gutes Qualifying-Ergebnis schaffen, ist vieles möglich. Ich bin optimistisch und freue mich auf mein Heimrennnen.“

Porsche-Piloten Jaminet/Ammermüller siegen im Reifenpoker von Oschersleben

Porsche und BMW holen Podestplätze in Deutscher GT-Meisterschaft

Porsche-Piloten Jaminet/Ammermüller siegen im Reifenpoker von Oschersleben Foto: ADAC Motorsport
Die richtige Reifenwahl war entscheidend: Dank eines rechtzeitigen Wechsels auf Slicks holten sich Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) mit ihrem Porsche 911 GT3 R auf abtrockender Strecke den Sieg im Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft in Oschersleben. Platz zwei ging die BMW-Fahrer Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN) im M6 GT3 der Oscherslebener Mannschaft Schubert Motorsport, den dritten Rang holten sich Maximilian Hackländer (31/Rüthen) und Mick Wishofer (21/A, beide MRS GT-Racing) in einem weiteren Elfer. „Es ist heute perfekt gelaufen“, sagte Sieger Ammermüller. „Erst die Pole-Position, dann der Sieg und die Tabellenführung. Nach dem nicht so idealen Samstag haben wir das Wochenende noch optimal abgeschlossen.“

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Saisonrennen 2 von 14
Streckenlänge: 3.667 Meter
Wetter: 17 Grad, anfangs Regen, später trocken
Pole-Position: Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), 1.23,112 Min.
Sieger: Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)
Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), 1.26,945 Min.

Engel bestimmt erste, Ammermüller zweite Rennhälfte
Rund 20 Minuten vor dem Sonntagsrennen sorgte ein starker Regenschauer für schwierige Bedingungen, alle Teams starteten auf Regenreifen. Pole-Setter Mathieu Jaminet blieb beim Start vorn, wurde jedoch schon in der zweiten Runde vom Safety-Car eingebremst: Lamborghini-Pilot Franck Perera (37/F, GRT Grasser Racing Team), Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R und Audi-Fahrer Markus Winkelhock (40/Zdimerice, Car Collection Motorsport) waren von der Strecke gerutscht. Bereits kurz nach dem Restart in der vierten Runde verdrängte Maro Engel (35/Monte Carlo, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) Jaminet von der Spitze und setzte sich dank schneller Rundenzeiten vom Franzosen ab. Engels Teamkollege Luca Stolz blieb auch nach dem Fahrerwechsel zur Rennmitte vorn und lag zwischenzeitlich mehr als zehn Sekunden in Führung. Jaminets Partner Ammermüller wechselte dagegen als einziger Fahrer aus der Spitzengruppe auf Slicks und fiel auf der noch nassen Strecke bis auf Platz fünf zurück. Doch nur wenige Runden später begann der Kurs abzutrocknen – und die große Aufholjagd Ammermüllers begann. Der Titelverteidiger fuhr pro Umlauf mehrere Sekunden schneller als die Spitze und machte Platz um Platz gut. In Runde 25 verdrängte er Stolz wieder von Platz eins und gewann schließlich mit 22,640 Sekunden Vorsprung.

Dass der Wechsel auf Slicks die richtige Wahl war, zeigte sich auch auf den weiteren Positionen. Die BMW-Werksfahrer Nick Yelloly und Jesse Krohn kämpften sich in der zweiten Rennhälfte vom 13. Startplatz bis auf Rang zwei nach vorn – zur Freude ihres in Oschersleben ansässigen Rennstalls. Maximilian Hackländer und Mick Wishofer machten mit ihrem Porsche sogar insgesamt 15 Plätze gut und holten als Dritte einen überraschenden Podestplatz. Wishofer sicherte sich zudem den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

Igor Waliłko (23/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) wurden im bestplatzierten Mercedes-AMG GT3 Evo Vierte vor Ricardo Feller (20/CH) und Christopher Mies (31/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 LMS. Platz sechs ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (29/A) und Simona De Silvestro (32/CH, beide Precote Herberth Motorsport), dahinter folgten Luca Stolz und Maro Engel, die mit nachlassenden Regenreifen aus den Spitzenpositionen zurückgefallen waren. Drei weitere Porsche 911 GT3 R komplettierten die Top 10: Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (22/A, beide Küs Team Bernhard) wurden Achte vor Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) und David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik).

Sieger in der Pirelli-Trophy-Wertung wurde Audi-Fahrer Elia Erhart (33/Röttenbach), der sich den R8 LMS von Rutronik Racing by Tece mit Pierre Kaffer teilte.

Das zweite Rennen

Ergebnis zweites Rennen
Ergebnis zweites Rennen
Ergebnis zweites Rennen
Ergebnis zweites Rennen

Mathieu Jaminet sichert sich Pirelli Pole Position Award

Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet holte sich die Pole-Position für das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Oschersleben.

Mathieu Jaminet sichert sich Pirelli Pole Position Award Mathieu Jaminet Foto: ADAC Motorsport
Der Franzose, der zusammen mit Titelverteidiger Michael Ammermüller für das 2020er Meisterteam SSR Performance startet, setzte sich in der zweiten Hälfte der 20-minütigen Sitzung mit 1.23,311 Minuten an die Spitze des Feldes. Mit seiner nächsten Runde verbesserte er sich um vier weitere Tausendstelsekunden, ehe er mit 1.23,112 Minuten endgültig die absolute Bestzeit fuhr. Für Jaminet ist es die zweite Pole-Position in Oschersleben: 2017 bei seinem Seriendebüt hatte er sich auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs auf Anhieb den besten Startplatz gesichert. Als Belohnung für den besten Startplatz erhielt Jaminet einen Gutschein für einen Satz Pirelli-Reifen.

„Eine großartige Session“, so der Meister von 2018. „Gestern hatten wir nicht den besten Tag, daher ist es toll, jetzt so zurückzukommen. Der Schlüssel war das richtige Management des Verkehrs. Mein Ingenieur hat mich zum richtigen Zeitpunkt auf die Strecke geschickt. Ich konnte für mehrere Runden pushen und mich stetig verbessern. Beim Start und im Rennen kann viel passieren. Wir werden vorsichtig sein, aber das Ziel ist der Sieg.“

0,160 Sekunden hinter dem Franzosen kam Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz zwei. Engel teilt sich das Fahrzeug mit Luca Stolz. Rang drei ging an den Audi R8 LMS von Charles Weerts und Dries Vanthoor. Vanthoor fehlten 0,224 Sekunden zur Bestzeit. Vierte wurde die Corvette C7 GT3-R von Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt. „Das kam für uns überraschend, daher bin ich sehr zufrieden“, so Callaway-Pilot Kirchhöfer. „Wir hatten sehr wenig Vorbereitungszeit, haben uns aber seit Donnerstag systematisch verbessert. Ein großes Lob an das Team, es hat die ganze Nacht gegrübelt, was wir noch verbessern können, und die kleinen Änderungen am Set-up haben sich ausgezahlt.“ Mit Porsche, Mercedes-AMG, Audi und Corvette starten vier Marken von den ersten vier Startplätzen.

Die Top Fünf komplettierte Ex-F1-Pilot Markus Winkelhock, der zusammen mit Florian Spengler den Audi von Car Collection Motorsport pilotiert. Die Sieger vom Samstagsrennen, Raffaele Marciello und Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) lagen mit ihrem Mercedes-AMG zu Beginn des Zeittrainings vorn und belegten am Ende Rang sechs.

Mathieu Jaminet gewinnt das Qualifying zum 2.Rennen

Qualifying 2
Qualifying 2
Qualifying 2
Qualifying 2
Qualifying 2

Mercedes-AMG gewinnt Auftakt der Deutschen GT-Meisterschaft in Oschersleben

Das 1.Rennen

Mercedes-AMG gewinnt Auftakt der Deutschen GT-Meisterschaft in Oschersleben Raffaele Marciello Foto: ADAC Motorsport
Oschersleben. Starker Einstand: Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg) holten bei schwierigen Bedingungen im Samstagsrennen des ADAC GT Masters-Auftaktwochenendes in Oschersleben den Sieg und feierten damit eine erfolgreiche Premiere ihres Rennstalls Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR in der Deutschen GT-Meisterschaft. Platz zwei ging an die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, GRT Grasser Racing Team), Rang drei holten Ricardo Feller (20/CH) und Christopher Mies (31/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im besten Audi. „Es ist ein schönes Gefühl, wieder zu gewinnen“, sagte Sieger Marciello. „Das Auto fühlt sich sehr gut an und wir konnten das Rennen kontrollieren.“

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Saisonrennen 1 von 14
Streckenlänge: 3.667 Meter
Wetter: 13 Grad, bewölkt, zur Rennmitte Regen
Pole-Position: Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG GT3 Evo), 1.22,922 Min.
Sieger: Raffaele Marciello/Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG GT3 Evo)
Schnellste Rennrunde: Mirko Bortolotti (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), 1.25,109 Min.

Marciello bleibt vorn
Die späteren Rennsieger legten den Grundstein für ihren Triumph mit einem optimalen Start, bei dem Pole-Setter Marciello mit seinem Mercedes-AMG GT3 Evo die Spitzenposition verteidigte. Der Italiener setzte sich danach leicht von den Verfolgern ab. Auch durch einem kurzen Regenschauer ließ sich der ehemalige Formel-1-Testfahrer nicht aus der Ruhe bringen und übergab beim Pflichtboxenstopp zur Rennmitte schließlich mit einem Vorsprung von rund 5,3 Sekunden an Partner Maximilian Buhk. Der Hamburger wurde jedoch kurze Zeit später durch einen Safety-Car-Einsatz zur Bergung des im Kiesbett steckenden Audi von Elia Erhart (33/Röttenbach, Rutronik Racing by Tece) eingebremst und verlor sein Zeitpolster. Aber auch nach dem Restart blieb Buhk vorn und sah nach 41 Runden mit 2,604 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Für das Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR war es beim Renndebüt im ADAC GT Masters der erste Sieg.

Mit Platz zwei gelang den Lamborghini-Piloten Bortolotti und Costa Balboa ebenfalls ein starker Saisonstart. Das Duo war von Startplatz fünf gestartet und lag zur Rennmitte bereits auf Platz drei, dank eines späteren Boxenstopps ging es an den auf Rang zwei liegenden Audi-Fahrern Mies und Feller vorbei. Diese durften sich im Ziel als Dritte ebenfalls über einen Podiumsplatz im Auftaktrennen freuen, Feller siegte zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport) im einzigen BMW M6 GT3 im Feld kämpften sich von Startplatz sieben auf Rang vier und sorgten so für frohe Gesichter beim Heimspiel ihres Rennstalls, der unweit der Strecke in Oschersleben seinen Sitz hat. Die Top Fünf vervollständigten Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (35/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT).

Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Dennis Marschall (24/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece) fuhren mit ihrem Audi auf Platz sechs, als Siebte folgten Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) mit seinem neuen Partner Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) vor ihren Porsche-Markenkollegen David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik), die aus der erste Startreihe gestartet waren, aber nach einem Ausrutscher während des Regenschauers zurückfielen. Auf Platz neun kamen Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) in einem weiteren 911 GT3 R ins Ziel, Zehnte wurden Jusuf Owega (19/Köln) und Patric Niederhauser (29/CH, beide Phoenix Racing) im Audi.

Den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung für nicht professionelle Fahrer holte sich Audi-Pilot Florian Spengler (33/Ellwangen, Car Collection Motorsport).

1.Rennen

ADAC GT Masters Zeittraining
ADAC GT Masters Zeittraining
ADAC GT Masters Zeittraining